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5. Juni,
Bad Bonn Kilbi 2022

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Wenn alles gesagt ist, nimm doch einfach den Schellenring in die Hand und lass es unaufdringlich, aber doch gut vernehmlich rasseln. So, wie das Florence Shaw macht. Denn die Band, die spielt ja auch noch – der Sport-Gitarrist mit seinen Tricks, der Bassist mit der Lemmy-Gedenkfrisur, der sehr verlässliche Schlagzeuger. Und sie spielt immer weiter.

Alles gesagt also bei Dry Cleaning, jener Band, die im vergangenen Jahr mit ihrem Album «New Long Leg» in so vielen Bilanzen aufblitzte und ohne Konzerte kaum greifbar erschienen ist? Die Texte von Florence Shaw, die ganz am Schluss des Konzertes ihrer Band nichts mehr sagen muss, bestehen aus Merksätzen wie «I think of myself as a hearty banana», es geht um unausgeräumte Küchenschränke, wenn die Liebe zerbrochen ist, um übriggebliebene Würste, um schreckliche Landschaften, strange Alltäglichkeiten, und ja, diesen Hotdog oder das alte Sandwich im Sack könnte ich auch noch essen, nicht.

Aber nur nicht zu viele Regungen beim Vortrag zeigen, weil dafür sind die Bandkollegen da, die wirklich eine Band sind, aber ohne Shaws Erscheinung und ihrer Speaking-Singing-Voice mit Sicherheit nicht hier auf der grossen Pfingstsonntagsabendbühne der Bad Bonn Kilbi spielen würde.

Und wie sich die Menschen einklinken, reintanzen – selbst dann, wenn Shaws so eigentümliche Worte zunächst nicht zu hören sind und die Sätze unverständlich bleiben müssen – und sich immer tiefer und immer strahlender in dieser Musik aufhalten: da scheint auch Florence Shaw ihre kühle Fassung zu verlieren. Weil ja: so viele gute Zeiten hier in Düdingen, einmal mehr.

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More and more Glückserfüllung und immer schneller? Gibts aber immer noch selten an der Kilbi, und schon gar nicht bei Still House Plants, jener sehr jungen Band, die ihre widerspenstigen Tracks scheinbar hundertfach zerschnitten hat, um sie dann immer aufs Neue zusammenzusetzen. Wie Gitarrist Finlay Clark, Schlagzeuger David Kennedy und Free-Sängerin Jessica Hickie-Kallenbach so genau und doch so offen zusammenspielen und das Helle inmitten den Noises so locker aufblitzen lassen können? Die schlichten Vermutungen: genau aufeinander hören, sich anblicken, sich herausfordern, aber auch und vor allem, sich aneinander freuen.

Und wenn das nicht mehr klappen sollte: vielleicht kennt der Schellenring von Florence Shaw ein paar Antworten.

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More and more Bilder aus dem Zeichnungstool, gezeichnet vom Kilbi-Publikum, gibts unten.

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