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Eva Heller
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Gabriel Vetter

Weitermachen?

Eva: Kann künstliche Intelligenz witzig sein?

Gabriel: Ja, ich glaube schon.

Eva: 
Hast du’s schon mal probiert?

Gabriel: 
Ja, ich habe es ein paar Mal probiert. Als Werkzeug, quasi als Instrument, auf dem man ein wenig rumklimpern kann, ist das ziemlich spannend.

Eva: 
Ich frage mich immer wieder, welche Berufe die künstliche Intelligenz überleben werden. Und man macht sich dann natürlich verklärte Gedanken bezüglich seines eigenen Berufes. Und dann dachte ich vor Kurzem, Komiker:in ist vielleicht tatsächlich der einzige Beruf, der das alles überleben wird.

Gabriel: Also ich hoffe natürlich nicht, dass es der einzige Beruf sein wird. Sonst muss ich als Einziger noch arbeiten, wenn alle in die Freizeit wegrationalisiert wurden. Das ist seit Jahren eine meiner grössten Ängste: Dass der Atomkrieg kommt, aber das Schlimme ist gar nicht der Atomkrieg an sich, sondern die Vorstellung, dass ich dann in einem Schutzraum eingesperrt sitze, zusammen mit dem ganzen Quartier, und ich bin der einzige Kleinkünstler und muss die immergleiche Nummer spielen, bis die Aprikosendosen alle sind.

Eva: Ich kann dir erzählen, wann ich KI lustig fand.

Gabriel: Ja!

Eva: Ich wollte wissen, wie die Lebenspartnerin von Donna Leon heisst, und Google antwortete: «Donna Leon ist seit mehreren Jahren glücklich mit Kommissar Brunetti verheiratet.»

Gabriel: Ah, ja gut, ja. Ja, so herzige Fehler gibt es oft. Das ist ein schöner Moment. Wenn wir der KI dabei zuschauen, wie sie Fehler macht, aber daraus lernt. Wie bei einem Kind, das wir beim Aufwachsen und Lernen begleiten dürfen. Das ist doch eigentlich sehr schön.

Eva: Keine Ahnung!

Gabriel: Ich habe mir kürzlich überlegt, dass KI ja ganz konkret zum Problem werden kann: Wenn bei Google Search oft genug die gleiche Frage eingegeben wird, dass sie dann mit wachsender Wahrscheinlichkeit eine Antwort generiert und dann zur self-fulfilling prophecy wird.

Eva: Frei nach Janosch: Solange wir lachen, müssen wir vor gar nichts Angst haben, oder?

Gabriel: 
Oh Mann! So Grundsatzfragen zum Humor! Das finde ich sehr schwierig.

Eva: Möchtest du mit einfacheren Fragen beginnen?

Gabriel: Nein. Humor darf einfach nicht grundsätzlich werden, weil Humor ja immer Aggregatszustand ist. Aber konkret, um zur Frage nach Humor als Angst-Strategie zu kommen: Ich lache zum Beispiel oft, wenn ich Angst habe. Wenn ich panisch oder nervös bin, dann lache ich richtig viel. Aber mit Humor hat das ja nichts zu tun.

Eva: Aber wie kannst du dann lachen? Lachst du dann hysterisch? Oder zwingst du dich zum Lachen?

Gabriel: Nein, nein, das ist kein Trick, das passiert einfach.

Eva: Eine Übersprungshandlung?

Gabriel: 
Ja.

Eva: 
Auf einer Skala von 1-10, wie stark erdrückt dich eigentlich die gesellschaftliche Verantwortungslast als Clown?

Gabriel: Schon sehr. 10? Nein, nicht 10, aber schon viel zu fest. Es ist mir auch etwas peinlich.

Eva: Also doch 10?

Gabriel: Ja, also. Zehn! Wie beim Turmspringen. Herzlichen Dank!

Eva: Wieso erdrückt sie dich?

Gabriel: Hey, da sind wir bei einem Grundsatzproblem meiner Arbeit, die ich grade tu. Ich bin mir nicht sicher, was ich damit meine, aber in meiner Biografie, mit der Vaterrolle, da habe ich schon stark das Gefühl, dass Satire auch eine Art Care-Arbeit ist …

Eva: … für die Gesellschaft?

Gabriel: Ja, natürlich. Für die Gesellschaft, für den Diskurs, für mich selber, für das Team, mit dem man arbeitet, das ist auch sehr wichtig … Das würde allerdings voraussetzen, dass man weiss, was die Gesellschaft eigentlich braucht. Also sie braucht irgendwas zu essen, sie muss irgendwo schlafen, ihr muss es gut gehen, sie muss irgendwie gefordert werden, manchmal auch nicht. Wenn aber das Publikum so unübersichtlich ist wie beim Fernsehen, dann weiss man nicht so richtig, für wen mache ich das jetzt, und was genau brauchen die Leute jetzt gerade, und brauchen die das von mir, von uns, oder von wem anderen, und vor allem, warum.

Eva: Und fragt man sich auch, wo man draufdrücken darf?

Gabriel: Ja.

Eva: Würdest du dich ab und zu gerne hinter der roten Nase verstecken?

Gabriel: Ja, das mache ich ja eh. Aber Verstecken ist das falsche Wort. Das ist einfach meine Art von Kommentar. Ich sehe die Essenz meiner Rolle so, dass ich versuche, aus allem so weit draussen zu bleiben, damit ich es kommentieren kann. Also so, dass ich die Distanz wahren kann. Und das ist wahnsinnig anstrengend. Als Komiker, aber auch als Mensch.

Eva: Und einsam.

Gabriel: Ha! Das klingt jetzt so traurig – der einsame Clown (macht dramatisch heulendes Gesicht – luuuustig!), der sich vor lauter Care-Arbeit und Verantwortung zu einsam fühlt. Und das alles in der Deutschschweiz! Haha! Der Kleinkünstler im Luftschutzbunker. Scheisse, jetzt realisiere ich: Ich glaube, da sind wir alle schon. Aber ich finde schon: Das mit der Distanz ist mein Berufsstolz. Nirgends dabei sein. Keine Allianzen. Und in der Einsamkeit kann man sich zwar suhlen, und ich glaube, das muss man sogar ein bisschen – aber nicht als Selbstzweck, sondern weil es eine Grundvoraussetzung ist für Kopfarbeit. Als wir mit der «Sendung des Monats» auf SRF angefangen haben, habe ich eine Art Manifest geschrieben fürs ganze Team und natürlich auch für mich, um zu wissen: Wer sind wir, was wollen wir?

Eva: Ein Mission Statement!

Gabriel: Ist das ein Mission Statement? Ja, vielleicht. Auf jeden Fall sind alle von unserem Team Landeier, die von aussen kommen, so Nachtbus-Kinder eigentlich.

Eva: Oh, das bin ich auch!

Gabriel: Wir sind halt eben die Menschen, die sich schon nachmittags um fünf entscheiden müssen, ob wir den letzten Zug nehmen, oder ob wir durchmachen, oder ob wir den Bus nehmen …

Eva: … oder wir müssen uns frühzeitig absprechen, damit uns die Eltern holen kommen.

Gabriel: Genau. Und das alles hat zur Folge, dass man nie im Zentrum ist. Und die positive Seite ist: Wir sind eine Art Nerds – das ist zwar ein doofes Wort. Auf jeden Fall bin ich wirklich im hintersten Dorf des Kantons Schaffhausen aufgewachsen. Es gibt kein Weiter-Hinten. Der Kanton Schaffhausen ist ja schon weit hinten. Sehr hinten. Und auch sehr, sehr konservativ. Und Beggingen, das Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, ist das konservativste Dorf im ganzen Kanton. Die sind so weit hinten. Dort ist der Kanton wirklich fertig. Der Bus macht dort eine Schleife und fährt wieder zurück nach Schaffhausen. Und das heisst, wir waren immer die Allerersten, die den Bus nehmen mussten. Und das heisst aber auch, in dem Moment, als ich in Schaffhausen ankomme als Gymnasiast, habe ich mir theoretisch schon 40 Minuten lang Gedanken gemacht. Oder habe irgendwie gelernt oder was auch immer. Oder gepennt. Das heisst, man ist zwar nie im Zentrum, aber man ist den Anderen immer einen Schritt voraus. Wach, also woke im ganz physischen Sinne von wegen: Die Augen offen. Man kann das zwar nicht so richtig kommunizieren, denn es bringt einem ja gar nichts. Auf jeden Fall: Gerade in der Gemengelage mit der anderen Satire-Sendung auf SRF – die sind das Gegenteil von uns: Die sind im Zentrum von allem.

Eva: Im Zentrum des schlechten Humors?

Gabriel: Nein. Im Zentrum des Schweizer Entertainments, der Schweizer Musikszene, auch der Wirtschaft, mit Hauptsponsoren, Gästen, und so weiter. Die sind wirklich überall mittendrin. Und für mich war klar: Ich könnte das gar nicht so machen.

...

Eva: Welche Clown-Nummer möchtest du schon lange aufführen, konntest aber bisher nicht?

Gabriel: Ahhhh, das ist eine gute Frage. Also etwas, was ich wirklich schon lange machen wollte, aber das haben wir im Februar dann tatsächlich gemacht, ist die völlig simple Idee, einen Sketch zu machen, bei dem eine schwangere Person zum Untersuch bei einem Gynäkologen oder bei einer Gynäkologin ist. Die Gynäkologin sagt: «Ja, es ist alles gut, aber es wird ein Österreicher.» So. Und diese Nummer habe ich schon so lange bei so vielen Leuten gepitcht, damals auch bei Deville schon, und alle haben gefunden: «Gabriel – nein! Wir verstehen es nicht, das ist doch nicht lustig. Was soll das, Österreicher-Witze hatten wir doch in den 90er Jahren», und so weiter. Und ich fand einfach: «Nein, der ist gut!» Man hat ja nach so vielen Jahren eine Art Sinn dafür, wo gute Pointen liegen; auch wenn man nicht genau sagen kann, warum. Und beim Österreicher war es genau so. Ich glaubte daran. Und ich habe wirklich für diesen Sketch gekämpft. Und dann haben wir ihn gemacht und er ist sehr gut geworden. Und! In Österreich ist er ein Hit.

Eva: Wirklich?

Gabriel: Ja, ja, der ist in Österreich viral gegangen.

Eva: Sind eure digitalen Auswertungen dermassen ausdifferenziert?

Gabriel: Ja, das sieht man, also auf Instagram wurde der, glaube ich, vier Millionen Mal angeschaut. Moment, wie spät ist es?

Eva: 19:30 Uhr.

Gabriel: Oh, warte mal schnell. Komm, wir laufen da hinten entlang, dann sehen wir meinen Sohn.

Eva: Wieso? Was macht der denn?

Gabriel: Der spielt da Handball in dieser Halle.

Eva: Gibt es eine Clown-Nummer, die du nur privat aufführst?

Gabriel: Ähm, ja. Das ist der lustige Kellner, für meine Kinder.

Eva: Und du servierst Essen?

Gabriel: Ja, das ist meine Paraderolle. Ich serviere lustiges Essen und rede Seich.

Eva: Die hassen es bestimmt schon.

Gabriel: Nein, jetzt finden sie es noch gut, aber es geht nicht mehr lange, bis sie es hassen, glaube ich.

«Stell dir mal vor du hast diese Möglichkeiten, budgetmässig!»

Wir gehen an der Voltahalle vorbei, wo ein paar Jungs das Handball-Training verlassen. Sein Sohn kommt auf dem Trottinett und fragt als erstes, was Gabriel denn hier mache – der antwortet sehr ernsthaft: «Wir sind am Arbeiten», obwohl er ein Bier in der Hand hält – und als zweites fragt der Sohn unvermittelt, ob Gabriel das Auto hier habe. «Nein». Grosse Enttäuschung. Wir gehen weiter.

Eva: Was lernt man im Fernsehen über die Wirklichkeit?

Gabriel: Was meinst du mit der Wirklichkeit? Also das Leben dort draussen oder die Wirklichkeit, in der man sich selber befindet?

Eva: Du kannst wählen.

Gabriel: Also jetzt ganz konkret bei dieser Sendung: Dass es viel schwieriger, komplexer und frustrierender, aber auch erfüllender und lehrreicher ist, in einem Team mit Menschen zusammenzuarbeiten.

Eva: Hahaha!

Gabriel: Und: Zu meiner Rolle als Clown – vor 10 oder 15 Jahren, als alle auf den Trend mit der «Daily Show» aufgesprungen sind, als investigative Satire auf einmal zum eigentlichen Journalismus ernannt wurde – ich habe das von Anfang an schwierig gefunden, weil das jemand, der professionell Humor oder Witz macht, einfach nie von sich selber behaupten würde. Das behaupten immer nur die Journalist:innen.

Eva: Ich verstehe nicht?

Gabriel: Also, wenn die «Daily Show» oder John Oliver ein riesiges Desk-Piece über die Steuersituation in Alabama machen, und das ist alles sehr gut aufgearbeitet – und das leistet Aufklärung und bietet den Leuten tatsächlich einen Mehrwert – aber seine Aufgabe ist doch eigentlich, die Leute zu unterhalten und zum Lachen zu bringen und nicht, Erkenntnis zu schaffen. John Oliver hat zu dieser Frage vor einigen Monaten ein sehr gutes Interview gegeben in einem Podcast der «New York Times». Er hat darin mehrmals betont, dass er kein Journalist ist, sondern eben nur ein Clown.

Eva: Aber sein Team besteht aus zahlreichen Investigativjournalist:innen, oder?

Gabriel: Ja. Aber im Hintergrund. Er selber ist aber dem Witz verpflichtet. Und Witz, beziehungsweise die Satire ist ja nie fair, die will auch nicht aufklären, die will weglassen, zuspitzen, manipulieren. Das ist eine Abmachung mit dem Publikum. Alle lassen sich auch darauf ein, weil es lustig ist. Und weil es auch mal ein bisschen ausserhalb der Regeln stattfindet. Und ich finde es recht gefährlich, wenn man plötzlich sagt, die Satiriker:innen sind jetzt die Journalist:innen – oder ihr seid das, was der Journalismus nicht mehr machen kann. Journalismus ist das, was die 35 Autor:innen im Hintergrund tun bei John Oliver. Wie auch immer, in diesem Interview erklärt er wahnsinnig gut, wie sie arbeiten. Völlig crazy. Geil. Stell dir mal vor du hast diese Möglichkeiten, budgetmässig!

Eva: Tönt für mich nach einem absoluten Traum.

Gabriel: Eben. Und das ist die Trauer, die ganz viele Medienschaffende haben, und die kommt ja davon, dass sie es selber nicht mehr machen können, weil der Medienplatz so ausblutet und in einem absoluten Scheiss-Zustand ist. Und ich glaube, aus dieser Sehnsucht heraus kommt die Projektion auf die Komiker:innen – das ist doch eigentlich der Journalismus, den wir brauchen! Weil sie wieder sehen: So müssten wir es eigentlich machen. Aber ja, vielleicht stehe ich auch ein bisschen auf diese Verantwortung.

...

Eva: Wie viel hat Komik mit Musik zu tun?

Gabriel: Ah. Mega viel!

Eva: Ja, oder?

Gabriel: Ja.

Eva: Welches Instrument bist du?

Gabriel: Schlagzeug, aber ich kann nicht Schlagzeug spielen. Aber ich sage eigentlich immer – Nora Gomringer hat das übrigens auch immer gesagt – sie sei im Grunde genommen eine Schlagzeugerin. Und das verstehe ich sehr gut. Ich bin eigentlich ein Perkussionist. Humor ist eigentlich nur Rhythmus. Das habe ich beim Machen von Radio-Sketches gemerkt, das zeigt sich da sehr gut: Manchmal hast du einfach keine gute Idee, es fällt dir nicht mehr viel ein. Und wenn du aber weisst, wie du ein Musikstück komponieren kannst, das rhythmisch arbeitet, und die Leute so an der Stange behältst – ohne Inhalt – und bleiben sie trotzdem dran. Und es wird auch wirklich lustig, obwohl es rein inhaltlich gar keine Pointe gibt. Das sieht man auch bei vielen Bühnenkünstler:innen, zum Beispiel beim Duo Divertimento.

Eva: Haha!

Gabriel: Ja! Obacht! Jetzt nicht hier nicht E- und U-Comedy unterteilen. Keine Allianzen! Also: Bei denen ist es auch so. Die arbeiten immer mit Rhythmus. Die machen immer so eine Art Dreisprung, oder wie sagt man, die Triage.

Eva: Eine Art Versmass?

Gabriel: Genau. Dödö-dödö-dö – Joke. Dödö-dödö-dö – Joke. Dödö-dödö-dö – und beim dritten Mal muss es nicht mal ein Joke sein, die Leute lachen. Weil sie sich an den Rhythmus gewöhnt haben. Die Pointe als musikalische Gewohnheit. Als Folklore fast. Und ich glaube, das kann man in der Schweiz wohl eher noch sagen als bei anderen Humor-Szenen – das Publikum hat Humor gerne auf eine folkloristische Art, in der Bestätigung bekannter Muster.

Eva: Du wachst morgen auf und eine Zauberfee hat dir über Nacht einen neuen Beruf geschenkt. Was soll es sein?

Gabriel: Eine neue Karriere?

Eva: Ja, einen neuen Job.

Gabriel: Ähm, oh Gott (überlegt lange).

Eva: Also bist du eigentlich heimlich Sekundarschul-Lehrer und unterrichtest jeden Freitag Geografie?

Gabriel: Nein, nein. Bitte nicht.

Eva: Also du hast tatsächlich keinen unerfüllten Traumjob?

Gabriel: Ich träume doch nicht von einer Arbeitsstelle! Ist es nicht eh so seltsam, dass das Wort «Traumberuf» so gross verhandelt wird immer? Ein Traumberuf, das ist, als würde ich sagen, hey, die schönste Dentalhygiene, die ich mir vorstellen kann, wäre so und so. Ich will mir doch nicht vorstellen, wie eine schöne Dentalhygiene sein könnte, sondern irgendwas, das mich wirklich zum Träumen bringt. Egal. Ich glaube eigentlich: jeder Beruf, den ich nicht habe, ist interessant. Also zum Beispiel habe ich heute eine alte Schreibmaschine auseinandergenommen, weil meine Tochter Geburtstag hat und sich eine Schreibmaschine wünscht. Und ich dachte, ah, das ist super, so alte Schreibmaschinen auseinanderzuschrauben.

Eva: Nur die schwierige Frage: Was wäre das wohl für ein Beruf?

Gabriel: Ja, wahrscheinlich Youtuber!

Eva: Hahaha!

Gabriel: Ich denke, dass Leute, die Schreibmaschinen auseinanderschrauben, das nur tun, damit sie Youtube-Videos machen können. Das ist geil. Weisst du, wie viel Leute es gibt auf Youtube, die irgendetwas auseinanderschrauben, es putzen und dann wieder zusammenschrauben? Handwerk zahlt sich heute ja vor allem als visueller Content aus. Ein Schuhmacher verdient mehr, wenn er ein Video davon macht, wie er einen Schuh flickt, als wenn er einfach einen Schuh flickt und dafür Geld kriegt. Schauspieler des eigenen Lebens, und davon kann man leben!

Eva: Also du wärst Influencer?

Gabriel: Wahrscheinlich, ja.

Eva: Lol. Hast du schon mal ans Aufhören gedacht?

Gabriel: Ja, ständig. Die ganze Zeit. Jetzt gerade bin ich allerdings in einer gesunden Phase, weil mich nicht mehr alles so sehr interessiert.

Eva: Was heisst das? Bist du jetzt entspannt?

Gabriel: Nein! Nein, oh Gott, nein. Entspannt bin ich nicht. Ich bin doch nicht entspannt! Aber ich muss nicht mehr alles nach Widersprüchen abklopfen und irgendeinen Joke daraus machen. Mein Format ist ja zum Glück kein Schawinski-Format, kein Indizienprozess. Was wir machen, ist ja sozusagen eine Erweiterung von denen. Aber ich meine, gerade jetzt zum Beispiel, in dieser Weltlage, habe ich dieses Gefühl manchmal: Vielleicht müsste man schöne Sachen machen. Oder …

Eva: Aber ihr macht doch schöne Sachen!

Gabriel: Ja? Vielleicht.

«Wieso kann mir niemand sagen, warum mein Herz noch schlägt?»

Eva: Was bewegt dich zum Weitermachen? «Dein Team», «deine Mannschaft»?

Gabriel: Einerseits das, was viele Leute in ihrem Job hält: die Bequemlichkeit.

Eva: Oha, danke für die Ehrlichkeit.

Gabriel: Aber schon auch, dass ich es einfach nicht lassen kann, mich als Wiederkäuer vom Mediengeschehen zu betätigen. Was wir machen, ist ja ein Spiegel vom Mediengeschehen. Und ich konsumiere und lese so viele Medien! Also viel zu viel. Und es ist auch nicht mehr gesund. Jetzt habe ich gemerkt, dass ich, seit ich bei dieser Sendung arbeite, nicht mehr so gerne Zeitung lese. Und das ist mega scheisse, weil ich immer so gerne Zeitung gelesen habe. Und jetzt ist es wie so … Jetzt habe ich mir das auf eine Art und Weise verprüft. Das ist doof. Aber: Die Tätigkeit, die Realität mit total absurden Ideen gleichzuschalten und anzureichern und damit durchzukommen, glaube ich – das kann ich nicht lassen. Und das bringe ich einfach nicht weg. Das Spielen und das Frei-Sein damit. Das gibt mir eine Souveränität, die ich sonst nicht kenne.

Eva: Wofür lohnt es sich zu leben?

Gabriel: Das ist eine Frage, die sich ja nicht stellt.

Eva: Weil wir einfach leben?

Gabriel: Ja. Hazel Brugger hat das mal recht gut gesagt: Ein Arzt kann ja feststellen, wieso jemand gestorben ist, aber nicht, wieso jemand lebt. Und das ist doch der grosse Skandal! Wieso kann mir niemand sagen, warum mein Herz noch schlägt?

Eva: Manifestieren oder demonstrieren?

Gabriel: Whatever works.

Eva: Hoffen oder Realpolitik?

Gabriel:
Realpolitik.

Eva: Pantomime oder Sprechtheater?

Gabriel: Sprechtheater.

Eva: Slam Poetry oder Open-Mic-Capitalism?

Gabriel: Slam.

Eva: Kleintheater oder Opernhaus?

Gabriel: Beides nicht so gut.

Eva: Theater oder Fernsehen?

Gabriel: Eigentlich schon Fernsehen, weil es einfach mehr Leute erreicht. Aber Menschen in einem Raum, die einem anderen Menschen bei etwas zuschauen: das hat eine Kraft, das ist schwer zu beschreiben, grad weil die ganze Sache so dermassen unlogisch ist.

Eva: Wenn du eine Stadt wärst, was wäre dein Wahrzeichen?

Gabriel: Eine Höhle. Eine mega schöne, grosse Höhle. Mit einer Beiz. Ich war eben gerade gestern in der Beatus-Höhle mit den Kindern. Bist du da schon mal gewesen?

Eva: Nein. Hört sich nach einem sehr christlichen Ausflug an. Wenn du heute deine Autobiografie veröffentlichen würdest, was wäre der Titel?

Gabriel: «Ja, vielleicht doch nicht.»

Eva: Hahaha. Und woraus besteht die Kraft der Kunst?

Gabriel: Schon darin, die Menschen in ihrer Gemeinsamkeit zu berühren.

Eva: Ja!! (Tanzt vor Freude). Haben wir als Kunstschaffende eine politische Verantwortung?

Gabriel: Ja, klar. Ja! Alle Menschen haben eine politische Verantwortung und als Kunstschaffende mit einer Öffentlichkeit umso mehr, ja, logisch.

Eva: Und was bedeutet das im SRF-Kontext? Hast du diesbezüglich eine andere Auslegung als deine Auftraggeber:innen in der Redaktion?

Gabriel: Ähm. Ja. Also sie haben einfach eine Corporate-Verantwortung ihrem Haus gegenüber und auch ihren Kolleg:innen gegenüber, insbesondere auch wegen der aktuellen Situation.

Eva: Bezüglich Harmlosigkeit?

Gabriel: Ja. Bezüglich Harmlosigkeit oder bezüglich – ja, vielleicht ist das gut gesagt, bezüglich Harmlosigkeit. Und das war ja auch der Grund, warum ich fand, ich will nicht bei SRF angestellt sein. Also wir alle von unserer Sendung sind nicht bei SRF angestellt, sondern Freelancer, Auftragnehmer:innen.

Eva: Sehr schlecht für deine Altersvorsorge.

Gabriel: Ja, das ist die dümmste Idee, das sagen mir viele.

Eva: Das ist für dich eine Gefühlsfrage, das verstehe ich, aber de facto verändert das ja nicht die Vorschriften, die sie dir machen können, oder?

Gabriel: Auf dem Blatt nicht, aber ich kenne mich. Man fühlt sich dann auf einmal seinen Mitarbeitenden verpflichtet, dem ganzen Haus. Und man ist dauernd in die interne Kommunikation eingebunden, wenn man eine Haus-interne Mail-Adresse hat – da wurde jemand pensioniert, da ist jemand gestorben, und das ist das Vegi-Menü in der Kantine. Und das ist für mich dann schon zu nahe am Team. Keine Allianzen! Und darum gehe ich auch selten nach Leutschenbach, weil ich jemand bin, der immer sehr viel Empathie für ganz viele Leute hat. Und eigentlich für alle. Und das ist, glaube ich, hinderlich in diesem Beruf.

Eva: Wieso?

Gabriel: Weil, wenn es dann darum geht, eine Nummer zu machen oder nicht zu machen oder einen Witz zu machen oder nicht zu machen – und ich mich dann dagegen entscheide, weil ich das Gefühl habe, das könnten zwei, drei Leute irgendwie kränken oder ihnen Probleme bereiten oder so, dann ist das vielleicht schon ein Problem.

Eva: Du bewahrst dir damit eine gewisse Unabhängigkeit?

Gabriel: Ja.

Eva: Wo findest du Trost in dieser Gegenwart?

Gabriel: Das tönt jetzt kitschig, stimmt aber: Die Literatur. Lesen! Ich verliere mich zum Beispiel in den zehntausenden Seiten von Dürrenmatts «Stoffen». Weil er dort etwas ganz Schlaues macht, er schreibt darüber, was er schreiben würde, wenn er jetzt wirklich schreiben würde. Und das liest man dann, beziehungsweise tu ich so, als ob ich das jetzt lesen würde, wovon er so getan hat, als ob er es geschrieben hätte. Ein Leben voller Möglichkeiten, und dann wird es real. Das gibt mir grossen Trost.

Eva: Wobei schläft dir das Gesicht ein?

Gabriel: Bei der Verwaltung meiner selbst, der Verwaltung meiner Kunst, Bürokratie überhaupt. Ich weiss, dass es das alles braucht, auch Kulturförderung und Ausschreibungen und all das, aber nur schon der Gedanke daran, etwas verwalten zu müssen, macht mich wahnsinnig.

Eva: Hast du noch eine Frage an mich?

Gabriel: Ja – was denkst du denn, was müssen wir tun?

Eva: Also, ich bin ja fast verzweifelt ob dieser Frage, deswegen habe ich ja diese Gesprächsserie gestartet. Und beim Schreiben des Konzepts alleine hat sich die Weltlage wöchentlich dermassen überstürzt, dass die Verzweiflung oder die Ratlosigkeit noch schlimmer wurden. Es wurde erst besser, als ich angefangen haben, richtig gute Gegenwartsanalysen zu lesen – zum Beispiel Naomi Kleins Buch «Doppelgänger» oder von Anne Applebaum «Autocracy, Inc.». Dann wurde es langsam besser. Richtig gut fühle ich mich aber erst, seit ich tatsächlich mit den Gesprächen angefangen habe. Und seltsamerweise ist es so, dass erstens alle sagen: «Ja, weitermachen, mehr denn je!» Und, je intellektueller der:die Gesprächspartner:in, desto poetischer die Antwort auf die Frage nach der gesellschaftlichen Funktion von Kunst. Erstaunlich!

Gabriel: Was bedeutet das?

Eva: Kunst als notwendiger Raum für das Nutzlose, das Poetische, das Zwischenweltliche … da waren sich bis jetzt alle Gesprächspartner:innen einig und ich muss sagen, sie konnten mich auch überzeugen. Ich bin wieder ruhiger geworden innerlich. Ich weiss, wieso wir Kunst machen müssen. Gleichzeitig glaube ich, wird es schlagartig bergab gehen mit der Kulturpolitik und den Rahmenbedingungen, wenn wir die aktuellen Entwicklungen anschauen. Und da kommt der zweite Strang ins Spiel, der mich umtreibt: Wir brauchen dringend neue und bessere Narrative, um kulturpolitisch überleben zu können. Wir sind verdammt schlechte Lobbyist:innen.

Gabriel: Was denkst du denn, was wird passieren, was wird das alles bedeuten?

Eva: Ich denke, wir werden uns gute private Sponsor:innen finden und wieder an Geschäftsanlässen auftreten müssen. Wieder mehr aus dem off arbeiten, keine Ahnung … Eine Frage habe ich noch an dich: Helge Schneider hat vor Kurzem bei einem Interview mit der Zeit auf die Frage, ob er Bundeskanzler Merz vertraue, geantwortet: «Blöde Frage. Ich finde es viel wichtiger, ob man Politiker karikieren kann.» – deine Gedanken?

Gabriel: Hurz!

Eva: Und: Weitermachen?

Gabriel: Selbstverständlich.

Gabriel Vetter

Wer ist Gabriel Vetter? Er ist Schweizer Kabarettist und Schriftsteller. 2003 hatte er seinen ersten Auftritt an einem Poetry Slam in Schaffhausen, den er auf Anhieb gewann. Im Herbst 2004 wurde er beim grössten Poetry Slam Europas, dem German International Poetry Slam in Stuttgart, zum «Slammer des Jahres» 2004 im deutschsprachigen Raum gekürt. 2006 gewann er den «Salzburger Stier» und ist bis dato der jüngste Träger dieses renommierten Kabarett-Preises – obwohl Hazel Brugger nur paar wenige Monate älter ist als er. In der Spielzeit 2012/2013 war er Hausautor am Theater Basel. 2014 produzierte und schrieb Vetter die Web-Serie «Güsel» für das Schweizer Fernsehen SRF, in der er neben Olifr M. Guz auch selbst eine Hauptrolle als «Abfalldetektiv» übernahm. Seit 2012 ist Gabriel Vetter regelmässig als Satiriker mit Vetters Töne beim Schweizer Radio SRF 1 zu hören. 2023 begann Vetter, zusammen mit den Co-Hosts Fabienne Hadorn und Sven Ivanic, «Die Sendung des Monats» auf SRF 1 und Play SRF zu moderieren.

 

Dies ist das dritte Gespräch der Serie «Weitermachen? Gespräche zu Kulturkämpfen in Europa und der Frage nach dem Kunstschaffen im Jetzt», die von Eva Heller konzipiert wurde. In losem Abstand publiziert sie hier Gespräche mit verschiedenen Persönlichkeiten aus der Kultur.

Bereits erschienen sind die Gespräche mit Carla-Anemone Philipa Aschenbrenner und Boris Nikitin.

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Remo Helfenstein

«Wenn man etwas öffnet, gewinnt es immer»

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«Der Wischmopp, that’s the shit!»

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«Dann wird es vielleicht
auch wieder genauer angeschaut»

Laurence Felber

«Wir dachten,
wir hätten etwas Neues entdeckt!»

Utopia

Noemi Somalvico:
Was ist heute bei dir passiert

Auswärts

3. Juni
Bad Bonn Kilbi 2023

Auswärts

2. Juni
Bad Bonn Kilbi 2023

Auswärts

1. Juni,
Bad Bonn Kilbi 2023

Odd Beholder & Long Tall Jefferson

«Komm, jetzt machen wir das einfach»

Auswärts

Sprechstunde #11:
Wie nimmst Du Abschied?

Auswärts

Sprechstunde #10:
Hast Du Fragen?

Auswärts

Sprechstunde #9:
How Do You Do?

Auswärts

Sprechstunde #8:
Was war heute anders?

Auswärts

Sprechstunde #7:
Wann strahlst Du?

Auswärts

Sprechstunde #6:
Wie streitest Du?

Auswärts

Sprechstunde #5:
Glaubst Du an Geister?

Auswärts

Sprechstunde #4:
Wann bist Du müde?

Auswärts

Sprechstunde #3:
Was feierst Du?

Auswärts

Sprechstunde #2:
Was möchtest Du?

Auswärts

Sprechstunde #1:
Warum bist Du hier?

Feste

splatz.space x auawirleben

Utopia

Michal Steinemann:
Bärlauch

Hörstation

Rat Heart Ensemble:
Northern Luv Songs 4 Wen Ur Life's a Mess

Auswärts

Zollyphon
Zollikofen

Dominic Oppliger

«Wie schreibe ich das aber auf?»

Auswärts

Quings
akku Kunstplattform

Les Reines Prochaines

«Das Kollektiv ist eine
fantastische Arbeitsform»

Hörstation

BlauBlau Records:
What We Talk About When We Talk About Love

Valentina Magaletti

«Ich wäre lieber eine
Geschichtenerzählerin»

Rozi Plain

«Du findest raus, wie die Songs werden,
indem du sie machst»

BlauBlau Records

«Es ist eine Art Überfall,
den wir gewagt haben»

Still House Plants

«Playfighting»

Ana & Tina Odermatt

«Alles nur Essen»

Jiří Makovec

«Darum mache ich
ja das Bild»

Auswärts

Le Guess Who?
Utrecht

Auswärts

Lucrecia Dalt
Bad Bonn

Fabian Mösch

«Jetzt ist es ein Töffli geworden»

Feste

Fest #2

Utopia

Martin Schick:
Im eigenen Schlund

Eva-Maria Bertschy

«Das Hauptprinzip ist
das radikale Teilen»

Disco Doom

«Woah, was ist das!»

Tine Melzer

«Einmal habe ich vor
lauter Wut auf jemanden
ein Buch gemacht»

Utopia

Sarah Elena Müller:
Anthropomorph gut gemeint

Feste

Souper Collectif
«Extra Muros»

The Space Lady

«Keep it simple»

Prix Garanti

«Wir machen uns keinen Stress»

Adrienne Krysl

«Es geht um Möglichkeiten zum Mitbestimmen»

Coby Sey

«Musik ist kein
Take-Take-Take-Ding»

Brian Chippendale

«Das ist meine Art der Meditation»

Auswärts

5. Juni,
Bad Bonn Kilbi 2022

Auswärts

Curl,
Bad Bonn Kilbi 2022

Auswärts

3. Juni,
Bad Bonn Kilbi 2022

Leoni Leoni

«Es passt einfach,
und es ist einfach gut,
wie es ist»

Alabaster DePlume

«Geht aus dem Weg»

Feste

Hot Hot Hot GmbH:
splatz.sprudel

Utopia

Daniela Weinmann:
träumen, starkes Verb

Ariane Koch

«Schreiben ist bei mir immer
mit einer Lust verbunden»

Elischa Heller

«Der Körper, das Körperliche sind
mir schlicht zu wichtig»

Taimashoe

«Man sollte aufhören, sich immer
auf den Schwanz zu stehen»

Feste

Logbuch

Utopia

!splatz.space!

Feste

Fest #1