Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualiseren Sie auf Edge, Chrome, Firefox.
Alle Texte Suche Random

Full of Lava

Auswärts

Hier könnte das Ende gleich am Anfang stehen, mit acht Musiker:innen, die Lieder spielen und singen, als wäre es bei dir im Wohnzimmer oder in der Küche, aber sie tun das auch: sehr laut, sehr aufwühlend, bis zu «Total Euphoria», einem jener Stücke, die dich physisch und auch psychisch durchschütteln und durchblitzen. Hier könnte auch der Anfang gleich am Anfang stehen, mit dem Konzert von Tapiwa Svosve, der die atmosphärischen und emotionalen Tiefen des Full of Lava bereits am Donnerstagabend auslotet.

Hier steht aber die wahrscheinliche Halbzeit des Festivals am Anfang. Also wähle die Telefonnummer eines Limousinenanbieters, lade ein paar Friends ein, packe dein Soundsystem und ein paar Flaschenbiere ein, steig ein in das Gefährt mit dem Nummernschild «FR 200 300» und blaste durch das Passagierteil, der eher einer Bar gleicht, deine eh schon übersteuerte Gitarrenmusik. Und wenn die Leute auf dich warten sollten: Halte einfach an, lass vielleicht eine Handvoll Menschen rein zu deiner Party, kurbelst das Fenster runter (bzw. ein Knopfdrücken genügt) und winkst rasch zu. Ist das nun bereits ein Konzert? Im Fall von spresso um Mica Levi und Alpha Maid: ja! Weil die fast schon überraschende normale Show auf der Bühne, die gab es doch bereits im Vorjahr. Lieber also ein wenig Irritation stiften vor der Dampfzentrale in der superkalten Freitagnacht und nach einer gewissen Zeit wieder wegfahren, wohl zur Erleichterung des Fahrers.

Was auch bedeutet: wieder zurück in die Kesselhaus-Wärme, hin zu Smerz, dem Duo von Henriette Motzfeld und Catharina Stoltenberg, das dank dem Grosserfolg ihres Albums «Big city life» auf der Bühne zur Band geworden ist. Smerz setzen ihre Show slowly zusammen, als wäre das zu Beginn hier eine einstudierte Probe, und legen so die Brüche in ihrer lustig/zärtlich/lakonischen/intimen Musik frei, bis zum Slowjam «You got time and i got money», einem jener Instant-Classic-Popsongs, der wirklich erst im Jahr 2025 erschienen ist. So leicht und warm und ungezwungen kann sich die «big city life experience», zu der Smerz willkommen heissen, also anfühlen. Und ja: Bern fühlt sich dank diesem Festivalprogramm, das sehr viele Menschen mindestens aus dem ganzen Land anzieht, ja wirklich gross und strahlend an.

Und da nun alles offen ist: gleich weiter, rein ins Set von Los Thuthanaka aka die Geschwister Chuquimamani-Condori und Joshua Chuquimia Crampton, die als Unterhaltungsband verkleidet alle meine Hörgewohnheiten sprengen. Die Figuren und Riffs der E-Gitarre von Joshua Chuquimia Crampton sind konkret und heavy, daneben und darüber und darunter verschieben sich die Caporal-Beats und alle möglichen Drone- und Doom- und Party- und Glitch-Noises hin zu einer neuen psychedelischen Hörerfahrung, die zum in sich reintanzen zwingt. I hear a new world, zumindest in meiner eingeübten Welt mit den entsprechenden Wortetiketten und der Annahme, Musik sei wie alles eine lineare Fortschrittsgeschichte. Chuqimamani-Condori sagt es in einem Interview anders: «For us Aymara, the past is here, what we see. The future does not lie ahead but is behind us, something we carry. To move forward is to also return. This is but one other way of understanding what has been called space-time, out of many possibilities.» Und spielt am Festivalfolgetag im Foyer ein DJ-Set, das Velvet Undergrounds «Heroin» und mir ungeläufige Country- und Folk-Songs und Soundscapes und Emo-Postgrunge-Hits und kickende DJ-Radio-Samples zum Fliessen und zum Strahlen bringt, als wäre das hier eine Neujahrs-Party im besten, weil umarmenden Sinne.

...

Bei Chuqimamani-Condori entsteht ein neues Kontinuum, das am Full of Lava auch die für einmal modularen Synth-Drones von Kali Malone miteinschliesst und das weiterdreht in den physischen und auch sichtbaren Noise von Evicshen & MiMi At Capricious mit all den Applikationen auf den Fingernägeln und dem Haarkamm. Ein Festivalkontinuum, das mit einer Band wie These New Puritans zeitgenössisch anschliesst an die eigene Legendengeschichte, damals unter dem Namen «Saint Ghetto» – und sich nicht nur mit ewigen Orgeln weitergräbt durch ein mythisches England.

Die Clubkulturen blitzen 2025 natürlich auch, sehr hell und punk-kellerig und brutalistisch beim Set von Marie Davidson am überraschend frühen Donnerstagabend, sie klingen auch sehr anlockend bei Tracey, ehe das Duo aufbricht in die formlosere, weil körperauflösende und -vereinigende Ekstase. Und wenn der Publikumsraum einmal mehr zur Bühne wird, dann steht da vielleicht Mhm, Mhm und spielt ein Set, das die Hazyness einer Welt aus Soundscherben traumwandlerisch zusammensetzt, und die Ancestors mit einer solitären Mundharmonika grüsst. In diesen Räumen zwischen Raptrack und Bluessong und Soundperformances: etwas vom Atemraubendsten.

...

Das Festivalende nun am Textende: mit dem Konzert der Band caroline, mit den acht Musiker:innen, die Lieder spielen und singen mit Geigen und Blasinstrumenten und Drums und Gitarren, als wäre es bei mir im Wohnzimmer oder in der Küche, aber sie tun das auch: sehr laut, sehr aufwühlend, bis zu «Total Euphoria», einem jener Stücke, die mich physisch und auch psychisch durchschütteln und durchblitzen.

Auf dem letzten Festivalheimweg des Jahres bei Eisregen: singe ich noch die Zeilen von «When I get home» im Kopf, denke die pochenden Clubechos mit und wische mir einen vermeintlichen Regentropfen aus dem Gesicht. Ein Tropfen, sicher, I might just ask? Eher war es eine glückliche Träne.

Konzerte in der Dampfzentrale

Ein nächstes Full of Lava? Hoffentlich auch im 2026, wenn die Haus-Zukunft klarer sein wird. Davor mit Sicherheit: Konzerte von bar italia (3. März), Oneohtrix Point Never (18. April) und Lucrecia Dalt (23. Mai).

Support splatz.space!

Wer mag, was wir machen: Hier kann gespendet werden. Und Fanartikel haben wir auch.

Vielen Dank für das.

Chris Imler feat. Naomie Klaus

«Kaputte Sachen sind immer up to date»

Glad We Met

«Weiterkämpfen und engagiert bleiben. Was willst du sonst machen?»

Auswärts

6. September
Bad Bonn Kilbi 2025

Auswärts

5. September
Bad Bonn Kilbi 2025

×
×
×
Weitermachen?

Eva Heller
x
Boris Nikitin

Auswärts

Full of Lava

Utopia

Gianna Rovere:
Auf zum Elefantenfriedhof!

Chris Imler feat. Naomie Klaus

«Kaputte Sachen sind immer up to date»

Barbi Marković

«Mein Leben hat sich ab dem Moment sofort verdreifacht»

Claude Bühler

«Wie produzieren wir zusammen?»

Glad We Met

«Weiterkämpfen und engagiert bleiben. Was willst du sonst machen?»

Utopia

Urs Rihs:
FREISCHWIMMER

Auswärts

6. September
Bad Bonn Kilbi 2025

Auswärts

5. September
Bad Bonn Kilbi 2025

Auswärts

4. September
Bad Bonn Kilbi 2025

Mohammed Al-Hawajri

«Käme ich nicht aus Gaza, wäre ich kein Künstler»

Weitermachen?

Eva Heller
x
Carla-Anemone Philipa Aschenbrenner

Urban Equipe

«Partizipation ist meistens recht messy»

Utopia

Asa Hendry:
This is not a letter of love

Noa Schärz

«Ich hatte schon sehr früh
eine grosse Leichtigkeit
im Fussball gefunden»

Utopia

Leadora Illmer:
Blasen werfen

Viktor Holikov

«Wie ich an der Front gelandet bin, fragst du? Nun: der Schmetterlings-Effekt»

Tim & Puma Mimi

«Is this
Tim & Puma Mimi
or not?»

Able Noise

«Nächstes Mal machen wir es ganz anders»

Moictani

«Wenn ich denke,
das ist gut, sage ich:
Allez, allez, let's go!»

Σtella

«Es war wie ein Test,
aber ich geniesse diesen Test»

Baby Volcano

«Die Tracks sind wie Glücksbringer oder Waffen,
um komplizierte Zeiten zu überstehen»

Géraldine Chollet

«Slow and alive»

Eva Maria Leuenberger

«Ich habe versucht, dieses ABER spürbar zu machen»

Auswärts

¡Bad Bonn Kilbi 2025!

Julia Rüffert

«Mein Spiel soll ein bisschen mehr Fragezeichen haben»

Christiane Rösinger

«Den Enthusiasmus, sich selbst so auszubeuten, hat man vielleicht bis 40, aber nicht länger»

Sabina Leone

«Ich versuche, in einen Zustand hineinzufinden, in dem ich mich ganz frei fühle»

Augenwasser // CC Souvenir

«Im Kino einen Horrorfilm schauen und dazu einen Kaffee trinken ist ein grosses Glücksgefühl»

Simon Baumann

«Ich merkte in diesem Moment: Das ist ein Erbenthema»

Madjestic Kasual

«Ich ziehe einfach von Natur aus Dinge an,
die Fire und Swag sind»

Feste

splatz.space x
Bonfire Tales

Klara Germanier

«Ich möchte einfach, dass es ungefiltert ist»

Samuel Reinhard

«Ich kann diese Musik nicht erzwingen.
Ich muss sie einfach passieren lassen»

Giovanni Sammarco

«Es geht immer um das Zusammenspiel»

District Five

«Das Bandsein entschleunigt uns»

Bojana Antovic Paillard

«Ich wollte mir das Brotbacken selber beibringen,
denn ich wollte keine Schule mehr»

Seina

«Ich wollte dem Code eine Emotionalität geben»

Tara Clerkin Trio

«Let’s have less and more space»

Utopia

Janica Irina Madjar:
Der Berg ist alt geworden, er trägt Orangenhaut.

Mirjam Berger

«Denn im Austausch wird spürbar, dass man nicht allein ist»

Martina Berther

«Ich kann auch ruhige Musik machen
und mir so meinen Platz nehmen»

Feste

splatz.space x
KLUB ANYWAY

Javier Cáceres

«Ich hatte aber einen Block dabei…»

Time Is Away

«Es geht darum, dass man das Offensichtliche aus dem Weg räumt»

Auswärts

1. Juni
Bad Bonn Kilbi 2024

Auswärts

31. Mai
Bad Bonn Kilbi 2024

Auswärts

30. Mai
Bad Bonn Kilbi 2024

Crème solaire

«Hier können wir so sein, wie wir eigentlich sind»

Francisco Sierra

«Es wird sehr merkwürdig und auch ein wenig schrecklich»

Ziska Staubli

«Immer schön beweglich und divers bleiben»

Feste

splatz.space x etkbooks store

Hörstation

Sina Egli: 6:51:32

Andy Tauer

«Ich will so frei wie möglich Düfte kreieren»

Utopia

Helvetiarockt
Music Declares Emergency
Tasty Future
vert le futur

Auswärts

¡Bad Bonn Kilbi 2024!

Utopia

Saskia Winkelmann:
ich bin weniger als 1 Kilometer von mir entfernt

Martin Oesch

«Ich liebe es und könnte
es ewig machen»

Cruise Ship Misery

«Das ist eine ultra uncoole Haltung»

Rebecca Salvadori

«Du musst sehr, sehr, sehr romantisch sein»

Christoph Küng

«Wir haben eine Idee und dann machen wir es»

Intracity Courier

«Der Idealfall wäre,
dass man den eigentlichen Job kündigen könnte»

Sebastian Steffen

«Es soll doch um Existenzielles gehen»

Hörstation

Time Is Away: «Searchlight Moonbeam»

Salomé Mooij

«Das war mein Abschlussstück, hahaha»

Forcefield Records

«Wir sind jetzt da»

Rainy Miller

«Das ist pure Katharsis»

Shusha Niederberger

«Jetzt haben wir die Cloud
und alles ist magic magic»

Deine Freunde

«Wir haben auch ganz viel Spass daran, albern zu sein»

David Toop

«Wir reden zu wenig über das Zuhören»

Fiona Schreier

«Eigentlich ist es recht schlimm,
wenn du immer
ernstgenommen wirst»

Utopia

Noemi Somalvico:
DRITTER BRIEF
Aus der Reihe «Wagnis Wirklichkeit»

Daniela Ruocco

«Der Wischmopp, that’s the shit!»

Mara Züst

«Menschen kennen verschiedene Varianten von mir. Eine davon ist, ‹die mit der Bibliothek›»

Hörstation

Tirzah: trip9love…???

David Koch

«Wenn ich das schaffe,
bin ich ein paar Tage wie high»

Auswärts

Dawuna @ Aether
Dampfzentrale Bern

Karen Moser

«Es gibt Tage, an denen plötzlich Ameisen
aus den Wänden krabbeln»

Johanna Widmer

«Dann wird es vielleicht
auch wieder genauer angeschaut»

Laurence Felber

«Wir dachten,
wir hätten etwas Neues entdeckt!»

Utopia

Noemi Somalvico:
Was ist heute bei dir passiert

Auswärts

3. Juni
Bad Bonn Kilbi 2023

Auswärts

2. Juni
Bad Bonn Kilbi 2023

Auswärts

1. Juni,
Bad Bonn Kilbi 2023

Odd Beholder & Long Tall Jefferson

«Komm, jetzt machen wir das einfach»

Auswärts

Sprechstunde #11:
Wie nimmst Du Abschied?

Auswärts

Sprechstunde #10:
Hast Du Fragen?

Auswärts

Sprechstunde #9:
How Do You Do?

Auswärts

Sprechstunde #8:
Was war heute anders?

Auswärts

Sprechstunde #7:
Wann strahlst Du?

Auswärts

Sprechstunde #6:
Wie streitest Du?

Auswärts

Sprechstunde #5:
Glaubst Du an Geister?

Auswärts

Sprechstunde #4:
Wann bist Du müde?

Auswärts

Sprechstunde #3:
Was feierst Du?

Auswärts

Sprechstunde #2:
Was möchtest Du?

Auswärts

Sprechstunde #1:
Warum bist Du hier?

Feste

splatz.space x auawirleben

Utopia

Michal Steinemann:
Bärlauch

Hörstation

Rat Heart Ensemble:
Northern Luv Songs 4 Wen Ur Life's a Mess

Auswärts

Zollyphon
Zollikofen

Dominic Oppliger

«Wie schreibe ich das aber auf?»

Auswärts

Quings
akku Kunstplattform

Les Reines Prochaines

«Das Kollektiv ist eine
fantastische Arbeitsform»

Hörstation

BlauBlau Records:
What We Talk About When We Talk About Love

Valentina Magaletti

«Ich wäre lieber eine
Geschichtenerzählerin»

Rozi Plain

«Du findest raus, wie die Songs werden,
indem du sie machst»

BlauBlau Records

«Es ist eine Art Überfall,
den wir gewagt haben»

Still House Plants

«Playfighting»

Ana & Tina Odermatt

«Alles nur Essen»

Jiří Makovec

«Darum mache ich
ja das Bild»

Auswärts

Le Guess Who?
Utrecht

Auswärts

Lucrecia Dalt
Bad Bonn

Fabian Mösch

«Jetzt ist es ein Töffli geworden»

Feste

Fest #2

Utopia

Martin Schick:
Im eigenen Schlund

Eva-Maria Bertschy

«Das Hauptprinzip ist
das radikale Teilen»

Disco Doom

«Woah, was ist das!»

Tine Melzer

«Einmal habe ich vor
lauter Wut auf jemanden
ein Buch gemacht»

Utopia

Sarah Elena Müller:
Anthropomorph gut gemeint

Feste

Souper Collectif
«Extra Muros»

The Space Lady

«Keep it simple»

Prix Garanti

«Wir machen uns keinen Stress»

Adrienne Krysl

«Es geht um Möglichkeiten zum Mitbestimmen»

Coby Sey

«Musik ist kein
Take-Take-Take-Ding»

Brian Chippendale

«Das ist meine Art der Meditation»

Auswärts

5. Juni,
Bad Bonn Kilbi 2022

Auswärts

Curl,
Bad Bonn Kilbi 2022

Auswärts

3. Juni,
Bad Bonn Kilbi 2022

Leoni Leoni

«Es passt einfach,
und es ist einfach gut,
wie es ist»

Alabaster DePlume

«Geht aus dem Weg»

Feste

Hot Hot Hot GmbH:
splatz.sprudel

Utopia

Daniela Weinmann:
träumen, starkes Verb

Ariane Koch

«Schreiben ist bei mir immer
mit einer Lust verbunden»

Elischa Heller

«Der Körper, das Körperliche sind
mir schlicht zu wichtig»

Taimashoe

«Man sollte aufhören, sich immer
auf den Schwanz zu stehen»

Feste

Logbuch

Utopia

!splatz.space!

Feste

Fest #1